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Schadstoffe im Haus: Formaldehyd, VOC, Feinstaub, Kohlenmonoxid

Schadstoffe im Haus: Formaldehyd, VOC, Feinstaub, Kohlenmonoxid

Formaldehyd:

In den 60er bis 80er Jahren wurden besonders im Fertighäusern Schadstoffe verwendet, die bis heute in die Raumluft gelangen können. Hier ist insbesondere Formaldehyd zu nennen, welches z.B. in Spanplatten und Verkleidungen verwendet worden ist. Formaldehyd ist als giftig und krebserregend eingestuft. Daher sollte beim Kauf einer Immobilie älterer Baujahre genau geprüft werden, ob diese eine erhöhte Belastung mit Schadstoffen aufweist.

 

VOC:

VOC umschreibt gas- und dampfförmige Stoffe organischen Ursprungs in der Luft. Dazu gehören zum Beispiel Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde und organische Säuren. Viele Lösemittel, Flüssigbrennstoffe und synthetisch hergestellte Stoffe können als VOC auftreten, aber auch zahlreiche organische Verbindungen, die in biologischen Prozessen gebildet werden. Viele hundert verschiedene Einzelverbindungen können in der Luft gemeinsam auftreten.

Allgemein wird eine massive Zunahme von Erkrankungen durch Schadstoffe in Wohnungen, Büros, Schulen, Kindergärten und Arbeitsplätzen registriert. Während die gesundheitlichen Risiken von Formaldehyd seit Langem bekannt sind, besteht noch Uneinigkeit in der Gesundheitsgefährdung zahlreicher VOCs. Seitens der Medizin wird das Belastungspotential durch VOCs zunehmend für die wachsende Zahl von Allergikern (über 25 % in Deutschland) erkannt. Allergiker werden bewusst auf das Minimierungsgebot von Emissionen bei der Auswahl von Wohnraum verwiesen.

 

Feinstaub:

Es ist erwiesen, dass das Einatmen von Feinstaub negativ auf den Gesundheitszustand des Menschen wirkt. Entscheidend für die gesundheitliche Wirkung von Feinstaub sind im Wesentlichen zwei Eigenschaften der Staubpartikel, die durch die Art der Quelle geprägt werden, von der sie emittiert werden.

Zum einen die Partikelgröße: Je kleiner die Staubpartikel sind, desto größer ist das Risiko zu erkranken, da sie auf Grund ihrer Größe tiefer in die Atemwege eindringen können ein als größere. Dadurch gelangen sie in Bereiche, von wo sie beim Ausatmen nicht wieder ausgeschieden werden. Ultrafeine Partikel können zudem über die Lungenbläschen bis in die Blutbahn vordringen und sich über das Blut im Körper verteilen. In den Lungenbläschen sind Atmung und Blutkreislauf funktionell und anatomisch sehr eng miteinander verbunden. Deshalb können Störungen des einen Systems − wie etwa entzündliche Veränderungen im Atemtrakt − auch das andere System, also Herz oder Kreislauf, beeinträchtigen.

Zum anderen die chemische Zusammensetzung der Partikel: An der Partikeloberfläche anhaftende Metalle und Halbmetalle sowie organische Komponenten (polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe = PAK, Flammschutzmittel, Pestizide) und andere Stoffe spielen hier eine Rolle.

 

Kohlenmonoxid:

Kohlenstoffmonoxid oder auch als Kohlenmonoxid bezeichnet ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das mit menschlichen Sinnen nicht wahrnehmbar ist. Hohe Konzentrationen können innerhalb weniger Sekunden zum Tod führen, bereits geringe Mengen können lebensgefährlich sein.

Es entsteht bei einer unvollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen wie Gas, Öl, Holz oder Kohle und zählt zu den am weitesten verbreiteten Luftschadstoffen. Eine unvollständige Verbrennung entsteht durch Sauerstoffmangel oder durch technische Defekte an den Heizungsanlagen, Öfen oder Abgasrohren. Das dabei entstehende Kohlenmonoxid ist leichter als die Umgebungsluft und steigt nach oben. Es breitet sich schnell im ganzen Raum und in der Wohnung aus.

Typische CO-Quellen:

  • Öl- und Gaskessel
  • Tragbare Generatoren
  • Öl- oder Festbrennstoffherde
  • Gas- oder Paraffin-Heizgeräte
  • Grillgeräte, Kamine mit Holz- oder Gasfeuerung, Gasgeräte
  • Jedes Gerät, das mit fossilen Brennstoffen betrieben wird

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